Der Stand der Dinge

Wir möchten einen Weltkriegsbunker in Hamburg Altona umbauen und ihn als Kultur-Energie-Bunker nutzen. Was ein Energiebunker ist, wissen viele Hamburger*innen, die schon einmal in Wilhelmsburg waren: Hier soll Energie – in unserem Fall vor allem Wärme – aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden. Der Kultur-Energie-Bunker erzeugt nicht nur physikalische Wärme, sondern auch menschliche: In seinem Inneren sollen Räume für kulturelle Aktivitäten entstehen. Diese werden durch den Verkauf der Energie „quersubventioniert“, so dass sie auch für weniger wohlhabende Anwohner*innen bezahlbar werden.
Der Hochbunker in der Schomburgstraße 6 in Altona Altstadt eignet sich perfekt für diese Doppelnutzung. 1943 wurde er als Zwillingsbunker erbaut: Rechte und linke Hälfte sind identisch und durch eine dicke Betonwand voneinander getrennt. Nach dem Umbau wird die westliche Hälfte zur Energiezentrale, die östliche und das Dach zum Kulturteil.
Die Verbindung aus Klimaschutz und Kultur in einem nachbarschaftlichen Projekt ist bislang einmalig in Deutschland. Der KulturEnergieBunker Altona ist somit ein Vorzeige-Projekt über die Stadtgrenzen Hamburgs hinaus – dem hoffentlich bald weitere Projekte folgen werden. KEGA fördert den offenen Austausch mit Interessierten an ähnlichen Ideen.

 

Warum das eine gute Idee ist

Unser Projekt hat viele Aspekte – hier nur ein paar davon:

Klimafreundliche Quartierslösung
Wärme lässt sich nur mit hohen Verlusten über weite Strecken transportieren. Deshalb ergibt es Sinn, sie dort zu produzieren, wo sie auch gebraucht wird: Im Stadtteil. Das geht jedoch nur, wenn die Menschen vor Ort es auch wollen. Bei KEBAP engagieren sich viele Menschen aus dem Stadtteil. Andere haben wir über ein Beteiligungsverfahren gefragt was sie sich wünschen. Die Antwort: Räume für den sozialen Austausch und für verschiedene Aktivitäten. Deshalb wird ein Großteil der Rendite des Energieteils direkt in den Kulturteil fließen und dadurch den Menschen vor Ort zugute kommen.

Pioniere der Wärmewende
Der Strommarkt ist seit vielen Jahren liberalisiert. Jeder und jede kann selbst erzeugten Strom aus erneuerbaren Quellen ins Netz einspeisen. Bei der Wärme ist dieser Schritt längst überfällig: Zumindest in großen Städten sollten Fernwärmekunden ihren Anbieter selbst wählen können. In Hamburg sind die Voraussetzungen dafür besonders günstig, weil die Stadt ihr Fernwärmenetz zurückgekauft hat. Dadurch hat sie die Chance, dezentralen und klimafreundlichen Erzeugern wie KEBAP einen Marktzugang zu ermöglichen.

Schaufenster für erneuerbare Energie
Wir wollen nicht nur CO2 einsparen, sondern auch Bewusstsein wecken für die neuen Möglichkeiten. Auch deshalb nutzen wir im Energieteil eine Vielzahl von Energieträgern und –technologien: Holzvergaser, Wärmespeicher, Wärmetauscher, Solarthermie und andere. In Zusammenarbeit mit dem KEBAP e.V. organisieren wir Bildungsveranstaltungen, in denen wir diese vorstellen. Statt immer nur zu mahnen und dadurch letztlich Ohnmachtsgefühle auszulösen, möchten wir zeigen: Wir können etwas unternehmen, es gibt Lösungen!

Auch wirtschaftlich nachhaltig
Viele Kultureinrichtungen werden institutionell gefördert. Unser Kulturteil wird sich dagegen selbst tragen: Zum einen durch einen vertraglich geregelten Transfer von Überschüssen aus dem Energieverkauf, zum anderen durch moderate Mieteinnahmen. Das soll nicht heißen, dass nicht auch wie für einzelne Kulturprojekte Förderungen beantragen werden. Aber wir werden keine regelmäßige öffentliche Zuwendung benötigen, sind also auch wirtschaftlich nachhaltig und unabhängig.

Unsere Partner*innen

KEBAP ist ein Projekt von Bürger*innen, die sich vorwiegend ehrenamtlich für das Projekt engagieren. Gelingen kann unser Projekt nur in Zusammenarbeit mit professionellen Partnern, die uns schon seit Jahren begleiten und unterstützen:

Planet energy
Greenpeace Energy, ein in Hamburg ansässiger Energieerzeuger und -anbieter hat die Energiewende und den Klimaschutz in seiner DNA verankert. Mit diesem Partner haben wir einen erfahrenen Energie-Experten an unserer Seite, der uns bei technischen und rechtlichen Fragen zur grünen Energieerzeugung und dem Wärmevertrieb berät.

planet-energy.de
greenpeace-energy.de

Averdung
Das Hamburger Ingenieurs- und Beratungsunternehmen erstellt für uns eine Machbarkeitsstudie für die Realisierung unseres Energiekonzepts. Das inhabergeführte Unternehmen berät seit mehr als 40 Jahren Unternehmen, Städte und Kommunen in Sachen erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

averdung.de

Stattbau
Das Hamburger Büro von Stattbau ist unser Partner bei der Sanierung des Bunkers. Mit deren Expertise für Architektur und Stadtentwicklung berät uns Stattbau beim komplexen Umbau des Hochbunkers in einen grünen Energieerzeuger und kulturellen Treffpunkt in Altona.

stattbau-hamburg.de

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Stresemannstr. 374, 22761 Hamburg
Mail: info@kega-hamburg.org

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Veranstaltungen

KEBAP vor Ort

Schomburgstraße 6-8
22767 Hamburg

Öffnungszeiten

Do und Sa 14–17 Uhr sind wir immer vor Ort, draußen oder im Planwagen.

Offenes Projekttreffen

Jeden 3. Donnerstag um 19:30 im Monat sind Interessierte eingeladen. Derzeit machen wir das online. Bitte meldet euch bei Interesse bei uns, dann schicken wir euch den Link.

Garten & gemeinsames Kochen

Do und Sa ab 14 Uhr sind wir im Garten. Das Kochen am Donnerstag Abend fällt zur Zeit aufgrund des Infektionsschutzes leider aus.

Bunkerführung

Derzeit finden aufgrund des Infektionsschutzes keine Bunkerführungen statt.

KEBAP-Broschüre

Weitere Informationen findet ihr in unserer Broschüre.

Blog-Beiträge zum Energiebunker

Impressionen aus den Bereichen Energie und Nachhaltige Anlagen

Weitere Fotos findet ihr auf unserer flickr-Seite

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