Gutes Klima in Altona 

KEBAP als außerschulischer Lernort für Klima und Nachhaltigkeit.

Nicht nur durch die Bewegung Fridays for Future, sondern auch im direkten Kontakt mit Altonaer Schüler*innen haben wir erfahren, dass für das Thema Klimaschutz bei vielen Hamburger Schüler*innen großes Interesse besteht. Die engagierten Schüler*innen suchen derzeit verstärkt nach Projekten, bei denen sie Ansatzpunkte finden, nach dem freitäglichen Demonstrieren selbst in ihrem Stadtteil für den Klimaschutz aktiv zu werden. Hier bietet sich KEBAP an als konkretes Projekt im Stadtteil, wo Klimaschutz, Energiewende und Ernährungswende „zum Anfassen“ erlebt und mitgestaltet werden können.

Die Idee ist, eine Gruppe von Schüler*innen zusammenzubringen, die sich interessieren und engagieren wollen und mit ihnen gemeinsam herauszuarbeiten, wie das Thema jugendgerechter und anschaulicher gemacht werden kann. KEBAP wird so zu einem Ort zu, an dem Schüler*innen Lust haben, auch über den Schulunterricht hinaus selbstbestimmt zu lernen und selber Workshops und Veranstaltungen für andere Schüler*innen aktiv zu gestalten. Die interessierten und engagierten Schüler*innen sollen unterstützt und motiviert und selbst zu Expert*innen werden, die ihr Wissen und Engagement an Gleichaltrige weitergeben.

 

Programm 2020

Freiraum | gemeinsam planen | Workshops | Garten | Energie | Nachhaltigkeit | Mitgestalten

KEBAP bietet mitten in Altona einen Ort, an dem in vielfältiger Weise nachhaltiges Leben, Klimaschutz, lokale Ökonomie und Energiewende „zum Anfassen“ erlebt und mitgestaltet werden kann:

1. Garten und gemeinsames Kochen

Um den Bunker herum wächst Hamburgs größter Urban Garden, in dem nach permakulturellen, ökologischen Prinzipien gemeinschaftlich Gemüse angebaut wird. Im Garten werden anschaulich und interaktiv so viele natürliche Kreisläufe wie möglich geschlossen: Für die Bewässerung benutzen wir ausschließlich gesammeltes Regenwasser, das durch eine selbstgebaute Bewässerungsanlage auf die Beete gelangt. Die Bewässerungsanlage wird durch selbst und vor Ort erzeugten Solarstrom betrieben. Wir produzieren unseren eigenen Kompost mit den Küchenabfällen der Nachbar*innen und haben seit ein paar Jahren auch eine Kompost-Trenntoilette, aus der wir ebenfalls düngen. Um das selbstgeerntete Gemüse zu verwerten, haben wir 2016 zwei sogenannte „Rocket Stoves“ gebaut. Dies sind Herde, die mit kleinen Ästen aus dem Park effizient zu beheizen sind und die seither unseren bisherigen Gasherd vollständig ersetzen.

Anhand der Anlagen und Arbeitsweise im Garten kann ein tiefergehendes Bewusstsein und Verständnis für viele Themen der Nachhaltigkeit, wie saisonale und regionale (und somit gesunde und klimaschonende) Ernährung, Ressourcenschonung, Artenvielfalt und Ökologie geschaffen werden. Außerdem können die Schüler*innen selbst beim Bau von Anlagen kreativ aktiv werden.

2. Energiewende im Stadtteil

Die Planungen für die nachhaltige, dezentrale Heizzentrale im Bunker und die Einbeziehung der Umgebung zu einem klimafreundlichen Quartier sind im vollen Gange. Hier haben Schüler*innen die Möglichkeit, sich anhand eines konkreten Projekts in ihrer Nachbarschaft an das komplexe und oft widerspenstige, aber für die Zukunft so wichtige Thema Energie auch direkt heranzutasten. Das große Potential liegt hier darin, dass sich das Projekt mitten in der Stadt befindet und Frei- und Spielräume bietet, um sich dem Thema sowohl faktisch als auch spielerisch, künstlerisch und experimentell zu nähern. Auch Erwachsene checken, sobald es um das Thema „Energiewende“ geht, gerne mal ihre emails, das Thema gilt als technisch, abstrakt und wenig inspirierend. Obwohl wir uns viel Mühe gegeben haben anschauliche Visualisierungen zum Thema zu entwerfen, langweilen sich gewöhnlich Schüler*innen während Präsentationen zum Thema. Als künftiger KulturEnergieBunker liegt hier das einzigartige Anliegen des Projektes Kultur mit Energiewende zu verbinden und so einen besseren Zugang zu abstrakten Klima- und Nachhaltigkeitsthemen zu erarbeiten.

3. Kunst und Kultur trifft Klimaschutz

Dass bei KEBAP nicht nur Energiewende und nachhaltiger Konsum Thema ist, sondern auch die kulturelle und künstlerische Arbeit grundlegender Bestandteil des Projektes ist, bietet die einmalige Chance, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen auch künstlerisch, sozial und kulturell zu betrachten. Die künstlerische Betrachtung der Themen bietet die Möglichkeit, Themen nicht nur sachlich/ wissenschaftlich zu betrachten, sondern auch sozial/ emotional, was ein tieferes Verständnis und persönlicheren Bezug zum Thema herstellen kann. Welche Möglichkeiten entwickeln Schüler*innen? Gibt es Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Künstler*innen? Können wir Wege entwickeln, um mehr Neugierde für das Thema zu entwickeln? Wie können wir es den Menschen leichter machen, Perspektiven zu verändern und tatkräftig in eine Zukunft zu

gehen, die uns vieles abverlangen wird? Die Schüler*innen, die sich bei „Fridays for Future“ engagieren, haben bereits viel in Bewegung gebracht, und sind ungeduldig, weil es um ihre Zukunft geht. Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor? Wir sehen darin eine schöpferische Kraft, von der wir lernen wollen.

4. Netzwerk

KEBAP verfügt inzwischen über ein weitreichendes Netzwerk zu den Themen Energie, Ernährung, Stadtplanung, soziale Teilhabe, Ökologie, lokale Ökonomie, Kunst und Kultur, uvm. Dies bietet die Chance auf konkrete Interessen der Schüler*innen einzugehen, indem Expert*innen aus dem Netzwerk zu speziellenThemen hinzugeholt werden oder Exkursionen zu Kooperationspartnern gemacht werden können.

5. Denken und Handeln in (globalen) Zusammenhängen und Ganzheitlichkeit

KEBAP denkt die Themen Klima, Ökologie, Energie, Ernährung und Landwirtschaft, soziale Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Ökonomie nicht getrennt voneinander, sondern ganzheitlich und integriert. Dies schafft ein deutlich tiefergehendes Verständnis für größere Zusammenhänge und ein Bewusstsein für die Verbindung zwischen persönlichem Alltagshandeln und Aktivismus und den Erfordernissen eines globalen Klimaschutzes und bietet viele Möglichkeiten, auf unterschiedliche Interessen von Schüler*innen zu reagieren und sie zu integrieren.

 

Veranstaltungen

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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KEBAP-Broschüre

Weitere Informationen findet ihr in unserer aktuellen Broschüre, die ihr hier downloaden könnt.

Blog-Beiträge zum Guten Klima in Altona

Klimaküche-Blog #6: November

Im Rahmen unseres Programms "Eine Klimaküche für Altona" stellen wir seit dem letztem Jahr für euch Geschichten aus dem Garten und saisonale Rezepte zusammen. Diesmal:Der November im KEBAPgartenWenn wir das Tomaten- und das Paprikabeet noch nicht komplett abgeerntet...

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Klimaküche-Blog #5: Oktober

Im Rahmen unseres Programms "Eine Klimaküche für Altona" stellen wir seit dem letztem Jahr für euch Geschichten aus dem Garten und saisonale Rezepte zusammen. Diesmal:Der Oktober im KEBAPgartenImmer noch ernten wir Mangold, Kohl, Kürbis, Rote Bete und Kartoffeln. Wir...

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Klimaküche-Blog #4: September

Im Rahmen unseres Programms "Eine Klimaküche für Altona" stellen wir seit dem letztem Jahr für euch Geschichten aus dem Garten und saisonale Rezepte zusammen. Diesmal:Der September im KEBAPgartenSpätestens jetzt ist es an der Zeit, die Erdbeeren auszudünnen, denn sie...

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Impressionen aus den Klimaküche-Workshops und -Exkursionen

Weitere Fotos findet ihr auf unserer flickr-Seite

Kontakt

KulturEnergiebunkerAltonaProjekt e.V.
Schomburgstraße 6-8
22767 Hamburg
E-Mail: info@kulturenergiebunker.de

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