Am 16.1.2022 wurde der Abschlussbericht der 2jährigen Arbeiten im Rahmen des BAFA-Förderprogramms für ein „KEBAP Wärmenetz 4.0“ bei der BAFA  eingereicht. Im Auftrag der KEGA eG wurde von Oktober 2019 bis Ende 2021 in der Vorplanungsstudie das Potential für eine regenerative Wärmeversorgung in einem Nahwärmenetz rund um eine Energiezentrale im KEBAP-Hochbunker in der Schomburgstraße in Hamburg-Altona untersucht.

Ziel war es, ein technisch und wirtschaftlich tragfähiges Konzept zu erarbeiten, um ab 2025 an potentielle Abnehmer zuverlässig eine Quartierswärme mit einem hohen Anteil an EE-Wärme zu wirtschaftlich konkurrenzfähigen Konditionen liefern zu können. Die Kosten für die Durchführung der Studie i.H.v. ca. 235.000 Euro wurden zu 60% vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in dem Förderprogramm „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (Wärmenetzsysteme 4.0)“ gefördert. Die restlichen 40% stammen aus Eigenmitteln der KEGA eG und unseres Projektpartners Green Planet Energy eG.

Mit der organisatorischen Projektleitung und inhaltlich begleitend über die Durchführung der Studie beauftragt war die Our Common Future Consulting (Hamburg). Die inhaltliche Bearbeitung wurde durch die Averdung Ingenieure & Berater GmbH (Hamburg) durchgeführt. Ebenso inhaltlich eingebunden war die STATTBAU HAMBURG GmbH, was die baufachliche Betreuung betrifft .

Fazit der Vorplanungsstudie:
Das Ziel eines überwiegend aus EE gespeisten Quartierswärmenetzes mit konkurrenzfähigen Wärmelieferkosten für die potentiellen Abnehmer läßt sich realisieren. Damit stellt diese Studie für unser Projekt einen großen Wurf dar.

Zum Inhalt:
In  einem ersten Schritt wurden die Möglichkeiten der Bereitstellung  erneuerbarer Energien am Standort beleuchtet. Dies umfasste zunächst die  Ermittlung von Solarthermie-, Geothermie-, Luftwärme- und  Abwasserwärmepotenzialen. Innerhalb der Geothermiepotenziale ergab sich  insbesondere ein interessantes Grundwasserwärmepotenzial, das die Bereitstellung großer Mengen erneuerbarer Energie in einem urbanen  Kontext ermöglichen könnte. Ergänzt wurde die Potenzialermittlung um die Möglichkeiten feuerungsbasierter Wärmeerzeugung. Hier wurden erdgas- sowie holzbasierte Kraftwärmekopplung und Spitzenlastkessel betrachtet. Ein Saisonalspeicher (Aquifer-, Erdbecken- oder Behälterspeicher) ist unter den gegebenen Bedingungen (Hydrologie, Geologie, urbaner Kontext) technisch und wirtschaftlich herausfordernd, darüber hinaus ist durch die hohe sommerliche Grundlast eine saisonale Wärmespeicherung nicht erforderlich. Die hohe sommerliche Grundlast entsteht durch das benachbarte Festlandbad, das einen bedeutenden Ankerkunden für das Wärmenetz darstellt. Mit allen avisierten Abnehmer*innen wurden im Projektverlauf mehrfach Gespräche geführt, um technische Rahmenbedingungen, Preiskorridore und Ansprüche an die Nachhaltigkeit  der Wärmelieferung zu klären.

In einem zweiten Schritt wurden verschiedene Ausbauvarianten des Wärmenetzes nach technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten verglichen und im Zusammenhang mit den  Förderbedingungen des Wärmenetze-4.0-Förderprogramms sowie des nachfolgenden künftigen BEW (Bundesförderprogramm Erneuerbare Wärme) beurteilt. Denn grundsätzlich ist festzuhalten, dass ohne eine entsprechende Förderung ein Quartierswärmenetz wie von KEBAP geplant mit besonders geringen Treibhausgas (THG)-Emissionen immer noch wirtschaftliche Nachteile gegenüber der klassischen (Hamburger) Fernwärme (mit einem vergleichsweise hohen Anteil an fossiler Wärmeerzeugung) oder auch Gaskesseln in einzelnen Gebäuden aufweist.

In  der Gesamtschau der Parameter wurde anschließend eine Basisvariante erarbeitet, die hohe Anteile erneuerbarer Energien erreicht und sich auf eine Abnehmer*innenstruktur nördlich der Louise-Schröder-Straße fokussiert. Gedeckt wird der Wärmebedarf in dieser Basisvariante zu  großen Teilen (Grundlast) über eine Luft- sowie eine Grundwasserwärmepumpe, die um ein (kleines) Holzvergaser-BHKW für die Temperaturanhebung, die Nutzung des Fernwärme-Rücklaufs sowie eine Spitzenlasterzeugung aus Biogas- und (heimischem) Bioöl-Kessel ergänzt werden.

Diese Basisvariante wurde in einer Detailstudie genauer untersucht und der vorläufige Trassenverlauf, die wichtigsten Ankerkund*innen sowie die zu erwartenden Investitionskosten bestimmt. Es wurden verschiedene Szenarien untersucht, um die möglichen Risiken des Projekts abzuschätzen. Die Gesamtinvestitionskosten in die Energiezentrale inklusive baulicher Planungskosten betragen nach den Ergebnissen der Studie ca. 11  Mio. €. Davon entfallen ca. 2 Mio. € auf die Errichtung der  Wärmenetzstruktur.

Kann die Basisvariante wie in der Studie herausgearbeitet und untersucht realisiert werden, können bereits mit  Beginn der Wärmelieferung voraussichtlich ca. 82 % der Wärme aus regenerativen Wärmequellen bereitgestellt werden.

Der nächste Schritt:
Aufbauend auf der Studie wird nun die Aufstellung eines gemeinsamen Businessplans der beiden künftigen Gesellschafter (KEGA eG und GPE eG) der künftigen Projektgesellschaft für den Bau und Betrieb der KEBAP Energiezentrale erfolgen. Parallel werden sowohl die organisatorischen Strukturen für die Gründung dieser Projektgesellschaft geschaffen als auch zusammen mit der BUKEA als zuständige Behörde das Prozedere geklärt, wie die inzwischen bereitgestellten Mittel aus dem Investiven Quartiersfonds für die vorlaufenden hochbaulichen Planungen der  Energiezentrale für die KEGA eG bereitgestellt werden können.

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