FREIRAUM FÜR ALLE

In einem Umfeld wie Hamburg, das zunehmend unter Flächenknappheit und steigenden Mieten leidet, entstehen bei uns Orte, die für alle zugänglich und nicht kommerziell geprägt sind. Viele Menschen leben in kleinen Wohnungen, oft ohne Balkon, ohne Garten, ohne Platz für Kreativität oder Gemeinschaft. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Austausch, Zugehörigkeit und aktiver Mitgestaltung. Offene Orte bieten Raum für Begegnung, Selbstentfaltung und alltägliche Teilhabe – besonders für diejenigen, die im privaten Umfeld wenig Platz haben. Sie sind Treffpunkte, Möglichkeitsräume und soziale Anker in einem urbanen Alltag, der zunehmend von Vereinzelung und Verdichtung geprägt ist.

In mehreren Beteiligungsverfahren im Quartier haben wir Anwohner:innen und Interessierte nach ihren Wünschen und Ideen zur kulturellen Nutzung des Bunkers befragt und angeregt, diese aktiv mit uns umzusetzen. Zentrales Ergebnis der Befragung ist der Wunsch nach gemeinschaftlich nutzbaren nichtkommerziellen Räumen für Kultur, Austausch und nachbarschaftliche Aktivitäten. Die Wünsche der Anwohner*innen finden sich im Raumkonzept für den Bunker wieder:

Geplant ist zum Beispiel ein Multifunktionsraum für alles, was Menschen zusammenbringt: Filme, Theater, Tanz, Ausstellungen, Vorträge, Versammlungen – und ja, auch Tischtennis oder eine gute Party. Wer im Bunker probt, kann dort ebenfalls auftreten. Und schon jetzt trifft man sich regelmäßig vor dem Bunker zu nachbarschaftlichen Aktionen.

Für die Musiker:innen entstehen große, bezahlbare Proberäume. Dazu kommen Räume für Ateliers und experimentelle und temporäre Projekte, die Veränderungen gesellschaftlicher und kultureller Produktion ermöglichen. Im Vordergrund stehen dabei die Bildung von Schnittstellen und kooperatives Arbeiten.

Auch die Geschichte kommt nicht zu kurz: Eine kleine Dauerausstellung und Gespräche mit Zeitzeug:innen machen den Bunker als Erinnerungsort zugänglich und erfahrbar.

In der Gemeinschaftsküche wird geschnippelt, gekocht und gegessen – solidarisch, lokal und mit Produkten aus der Region und vom Dachgarten. Bereits heute bestehen Kooperationen mit Initiativen wie den Tomatenrettern oder der Solidarischen Landwirtschaft. Später soll daraus eine FoodCoop entstehen.
Die Gemeinschaftsküche dient gleichzeitig als Kochwerkstatt: Im Zusammenspiel mit dem offen zugänglichen Dachgarten mit selbst angebautem Gemüse wird erfahrbar, wie regional nachhaltige Ernährung mit den Erfordernissen eines globalen Klimaschutzes zusammenhängt. Schon jetzt gibt es Kooperationen mit lokalen Erzeuger.innen von Lebensmitteln wie z.B. den Tomatenrettern aus Reitbrook. Wir sind Verteilstelle einer Solidarischen Landwirtschaft und wollen im künftigen Bunker solche Kooperationen zu einer FoodCoop ausbauen.

Ein besonderer Teil des Projekts ist der Gemeinschaftsgarten: Das Teilen von Wissen hat ihn seit 2012 und über die Jahre groß und reichhaltig gemacht. Viele Menschen haben ihre Ideen eingebracht, wie möglichst viele Kreisläufe geschlossen werden können, z.B. durch eine solarbetriebene Bewässerungsanlage. Der Garten ist auch deshalb schon heute ein Ort vielfältiger Kooperationen mit den umliegenden Schulen und Kitas sowie mit internationalen Bildungsorganisationen.
Heute noch am Fuße des Bunkers, wird der Gemeinschaftsgarten in Zukunft auf dem Dach mit einem großen Gewächshaus weiterwachsen. Wir freuen uns darauf, bald in 20 Meter Höhe gemeinsam zu pflanzen, zu ernten, zu kochen und neue Formen des Austauschs zu schaffen. Begegnung, Bildung und Zusammenarbeit stehen dabei im Mittelpunkt.
Damit öffnet sich eine sogenannte Premiumfläche im Stadtteil für die Allgemeinheit und statt einiger weniger können alle die Aussicht über Altona und St. Pauli bis über die Elbe hinweg genießen. Der umliegende Park bleibt sonnenbeschienen und der Dachgarten kann über die Fassade in den Park hineinwachsen.
Wir sind überzeugt: In Zeiten des ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Wandels braucht es Ideen, die verbinden – und Menschen, die sie gemeinsam verwirklichen.

Das Raumkonzept wurde und wird gemeinsam mit den künftigen Nutzer:innen in unseren Planungswerkstätten entwickelt.
Und für wen ist das Angebot gedacht? Kulturschaffende, Initiativen, Schulklassen, Anwohner:innen und Parkbesucher:innen sollen den Bunker künftig gleichermaßen als kulturellen Treffpunkt, Reallabor und Platz der Zusammenkunft nutzen können.

Einen kleinen Einblick in das Bunkerinnere erhaltet ihr in unserem Video anlässlich einer der monatlichen Bunkerführungen.

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Vor Ort

Schomburgstr. 6, 22767 Hamburg

Offene Quartierszeit

März bis Okt. jeden 1. Sa im Monat 15–17 Uhr

Gemeinsam gärtnern und bauen

jeden Sa 14–18 Uhr

Öffentliche Bunkerführung

März bis Okt.: jeden 1. Sa im Monat um 15 Uhr. Ohne Anmeldung & kostenfrei – Spenden sind willkommen

Plenum

vor Ort/online im Wechsel (siehe Kalender)

Blogbeiträge zum Kulturbunker

Impressionen aus dem Kulturbunker

Weitere Fotos findet ihr auf unserer flickr-Seite

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