Was können wir tun?

Seit mehr als zehn Jahren steht das KulturEnergieBunkerAltonaProjekt KEBAP wie ein Fels für die dezentrale Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Ressourcen und stemmt sich damit nicht nur der Klimakatastrophe, sondern auch dem weltweiten Kampf um die letzten fossilen Ressourcen entgegen, als Plattform, als Pilotprojekt, als „Fels“.

Anatta, das Werk von 1010 an der Bunkerwand, hat für viele inzwischen eine anfeuernde und anregende Bedeutung. Es steht für die große Transformation, den globalen gesellschaftlichen Wandel. Es steht nach 1010s Aussage für sein weltweites Projekt, militärische Anlagen in Kunstwerke zu verwandeln.

KEBAP gibt der Kunst und den Künstler*innen Raum. Und verpflichtet sich dem Gedenken. Nicht umsonst heißt unser Podcast Friedensluft. Das ist zwar „nur“ die Beschriftung an der 1970er-Belüftungsanlage – im letzten kalten Krieg wurde das Bauwerk aus dem Zweiten Weltkrieg in einen ABC-Bunker umgebaut, man glaubte damals, wir könnten uns vor atomaren, biologischen und chemischen Waffen schützen –, aber wir meinen es ernst mit dem Frieden.
Bei den schon fast traditionellen „kreativen Bunkerführungen“ haben uns Zeitzeug*innen von Bombennächten in Altona erzählt und ein sehr junger Schüler hat die Anwesenden gefragt, wie man denn Krieg verhindern kann. Sehenswert ist dazu auch die friedensfreundliche Ausstellung von Bunkervisionen der Schüler*innen aus der Nachbarschaft.
Der Bunker schreit uns an: Frieden schaffen ohne Waffen!

Und die KEBAP-Arbeitsgruppe Bunkergeschichte macht sich auf den Weg, eine Dauerausstellung zu gestalten und ist dabei auf kulturell genutzte deutsche Bunker in den Nachbarländern gestoßen:

In Gdansk/Danzig steht in einem Stadtteil – der Altstadt –, der sehr viel Ähnlichkeiten mit Altona-Altstadt hat, der Bunkierclub.pl (Bunkier Klubogaleria, Olejarna 3, Stare Miasto, Gdansk). Das Bauwerk am Südrand der Altstadt, nördlich des Podwale Staromiejskie (Altstädtischen Grabens) ist innen so deutsch beschriftet wie das in der Schomburgstraße. Im 1941 erbauten Luftschutzbunker befindet sich die Klubogaleria.

Zitat inyourpocket.com: “Jaw-dropping. On ul. Olejarna stands a six-storey, re-enforced concrete cube built as an air-raid shelter, bunker and anti-aircraft battery by the Germans during WWII. The only building in the area to survive the war, for many years it stood empty, save being used as a climbing wall, until someone with a magnificent imagination and access to a colossal amount of money decided to turn it into a club. The results are as we say breathtaking. Get past the rather large, black-suited chaps on the door and you’ll be met with the original corridors flanked by 1.2 metre thick walls”.

Der Lasch-Bunker in Kaliningrad/Königsberg ist ein ehemaliger militärischer Führungsbunker aus dem Zweiten Weltkrieg in Kaliningrad (heute russisches Gebiet, damals Königsberg Ostpreußen).
Die Bunkeranlage wurde im März 1939 fertiggestellt. Dort befand sich vom März bis April 1945 der Stab vom General der Infanterie Otto Lasch, der die „Festung Königsberg“ verteidigen, bzw. „bis zum letzten Mann halten“ sollte. In diesem unterirdischen Befehlsstand leitete Lasch die aussichtslose Verteidigung von Ostpreußens Provinzialhauptstadt vom 6. bis 9. April 1945.
Der Bunker, ein etwa 30 Meter langer unterirdischer Gang mit 21 abgehenden Räumen, heute eine Außenstelle des Kaliningrader Museums für Geschichte und Kunst, ist ein historisches Denkmal. Die Ausstellung ist den Tagen der Einnahme von Königsberg vom 6. bis 9. April gewidmet.

Wir würden gerne mit den Betreibern in Gdansk und Kaliningrad Kontakt aufnehmen und Kooperationen entwickeln, in Sachen Gedenken, Völkerverständigung und Friedensarbeit.

Die Aufarbeitung der Bunkergeschichte mit dem Ziel einer Dauerausstellung versteht sich als Nährboden für radikale Hoffnung.
Ein Raum soll entstehen, in dem demokratisches, solidarisches Denken, Handeln, Lernen, Erinnern im Privileg der „Friedensluft“ ermöglicht wird.

Kurt Tucholsky: Der Graben
Mutter, wozu hast du deinen aufgezogen?
Hast dich zwanzig Jahr mit ihm gequält?
Wozu ist er dir in deinen Arm geflogen,
Und du hast ihm leise was erzählt?
Bis sie ihn dir weggenommen haben.
Für den Graben, Mutter, für den Graben.

Junge, kannst du noch an Vater denken?
Vater nahm dich oft auf seinen Arm.
Und er tat dir einen Groschen schenken,
Und er spielte mit dir Räuber und Gendarm.
Bis sie ihn dir weggenommen haben.
Für den Graben, Junge, für den Graben.

Drüben die französischen Genossen
Lagen dicht bei Englands Arbeitsmann.
Alle haben sie ihr Blut vergossen,
Und zerschossen ruht heut Mann bei Mann.
Alte Leute, Männer, mancher Knabe
In dem einen großen Massengrabe.

Seid nicht stolz auf Orden und Geklunker!
Seid nicht stolz auf Narben und die Zeit!
In die Gräben schickten euch die Junker,
Staatswahn und der Fabrikantenneid.
Ihr wart gut genug zum Fraß für Raben,
Für das Grab, Genossen, für den Graben!

Werft die Fahnen fort! Die Militärkapellen
Spielen auf zu euerm Todestanz.
Seid ihr hin: ein Kranz von Immortellen –
Das ist dann der Dank des Vaterlands.
Denkt an Todesröcheln und Gestöhne.
Drüben stehen Väter, Mütter, Söhne,
Schuften schwer, wie ihr, ums bißchen Leben.
Wollt ihr denen nicht die Hände geben –?
Reicht die Bruderhand als schönste aller Gaben
Überm Graben, Leute, überm Graben –!

Theobald Tiger, Neue Berliner Zeitung, 1.8. 1924 in: Tucholsky Gesamtausgabe Band 6, S. 240f.

 

Мир!

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KEBAP vor Ort

Schomburgstraße 6-8
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Infopoint am Bunker

Jeden Samstag von 15-17 Uhr könnt ihr euch über das Projekt informieren.

Offenes Projekttreffen

Alle 2 Monate findet ein Offenes Projekttreffen statt (siehe Veranstaltungskalender)

Garten & gemeinsam Kochen

Jeden Do und Sa ist von 14–18 Uhr Gartenzeit. Von März bis Dezember kochen wir freitags ab 16 Uhr gemeinsam. Im Winter treffen wir uns an der Feuertonne.

KEBAPkindergruppe Spatz & Igel

Jeden Fr 15–18 Uhr. Alle Altersgruppen sind willkommen.

Bunkerführung

Jeden 1. Sa im Monat um 15 Uhr (keine Anmeldung erforderlich).

KEBAP-Broschüre

Weitere Informationen findet ihr in unserer Broschüre.

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