Im Märzen die Stadtgärtner*innen die Hochbeete reparieren, den Vögeln beim Singen zuhören (auch sie lieben unseren Garten mit seiner Vielfalt an Futter und Verstecken), Frühlingsquark mit mindestens sieben verschiedenen taufrisch geernteten Wild- und Gartenkräutern bereiten, Spinat aussäen und Sträucher pflanzen.

Im angrenzenden Walter-Möller-Park passierte im März, wie ihr sicher gesehen habt, gerade so einiges. Wir vom Arbeitskreis Urbane Ökologie (AKUÖ) beim KulturEnergieBunker sind glücklicherweise nicht für alles und jedes Grün zuständig:). Wir fühlen uns für den Anbau von gutem/n Gemüse, Beeren, Äpfeln, Kräutern, die Aussaat auch von gärtnerischem und biologischem Wissen bei Jung und Alt und auch für die allgemeine Ökologie um den Bunker herum zuständig. Und wir entstammen der schönen Bewegung der Raumnahme, stehen auf gemeinschaftliche, nachbarschaftliche Kooperation und Erzeugung von Gemeinwohl. So ist es gekommen, dass die Stadt dem KulturEnergieProjekt den Bunker anhandgegeben hat samt Grundstück. Wir gehen pfleglich und nachhaltig damit um, setzen Bohnen, die am Bunker hochranken, halten unsere solar betriebene Tröpfchenbewässerungsanlage mit Wassern aus dem Untergrund in Betrieb und gießen mit dem, was vom Bunkerdach fließt.

Außerdem widmen wir uns schon seit Jahren der ökologischen Aufwertung nicht nur auf dem eigentlichen Bunkergrundstück, sondern auch im angrenzenden Raum. Im Laufe der Jahre haben wir, in Absprache mit allen Zuständigen, am Rande des Walter-Möller-Parks einen Lebensraum für Insekten, Vögel, Kleintiere, Naschkatzen und Nachwuchsgärtner*innen geschaffen. Ökologische Aufwertung bedeutet, dass wir die Flächen mit den Kindern aus der Nachbarschaft, Freiwilligen, die bei uns z.B. ihr FÖJ leisten, und anderen mit Wildstauden, Gehölzen, Obstbäumen bepflanzen und gebietsheimische Wildpflanzen säen, die Insekten und damit auch Vögeln Nahrung bieten. Das tun auch die Wildobststräucher. Warum machen wir das? Rund die Hälfte aller Brutvogelarten nistet auf Bäumen oder in Sträuchern, in denen sie sich verstecken können. Auch als Nahrungsquelle für Vögel, Insekten und Kleinlebewesen sind heimische, standortgerechte Bäume und Sträucher sehr wichtig. Eigentlich exotische Pflanzen wie Forsythie, Rhododendron oder Thuja sind Gartenbesitzern mittlerweile vertrauter als heimische Sträucher – deren Pflanzenteile sind aber für heimische Insekten oft ungenießbar. Einige Züchtungen sind unfruchtbar, bei anderen „exotischen“ Arten reifen die Früchte gar nicht in unserem Klima, so dass sie weder Vögeln noch Insekten und Kleintieren als Nahrung dienen können. Der Lebensraum der meisten Tierarten ist an heimische, standortgerechte Gehölze gebunden. Daher bevorzugen wir bei der Pflanzenwahl Beeren tragende Gehölze, die den Vögeln Nahrung bieten sowie dornige Sträucher, die schlafende oder brütende Vögel vor Elstern, Katzen u.a. schützen. Gerade haben wir Weißdorn, Liguster, Schlehe, Kornelkirsche, Heckenkirsche, eine Weide, Haselnuss, Schneeball und Apfelbeere gepflanzt – mit Kindern aus der Nachbarschaft.

Apropos Kinder, hier kommt nochmal ein lebenswichtiger Werbeblock: Schon seit Jahren erleben wir, dass Kinder – oft ohne elterliche oder sonstige Begleitung – in den Gemeinschaftsgarten vorm Bunker kommen, hochinteressiert und bereit zum Anpacken, manchmal bringen sie sogar Gartenwerkzeug mit. Auch Gruppen aus Kindergärten und Schulklassen kommen. Eine Lehrerin hat vor ein paar Jahren berichtet, dass sie die Kinder noch nie so entspannt erlebt hat wie nach dem Besuch in unserem Garten. Viele Kinder kommen hier zum ersten Mal mit Erde in Kontakt. Die meisten sind glücklich dabei, packen ausdauernd an und schuften begeistert. Im Grunde ist die Kindergruppe Spatz & Igel (einmal wöchentlich, donnerstags von 15 – 18 Uhr) also auf Anregung der Kinder aus der Nachbarschaft entstanden. Wir sind nur Assistent*innen (könnten noch ein paar mehr davon gebrauchen:)) und machen, dem natürlichen Jahreskreis im Garten folgend, mit den Anwesenden (ein bis zwölf Jahre alt) das, was sie können und wollen. Wir haben Spatzenbadewannen (Wasser & Kiesel; Sand) errichtet, Seedballs gerollt und Meisenknödel, gesät, geerntet, gepflanzt, gemalt, mit den Kindern Igelhäuser gebaut und versteckt und eine lange stachlige Reihe von Bibernellrosen gepflanzt. Im März haben die Kinder den Boden von Kriegstrümmern befreit und Jungfer im Grünen und Schmuckkörbchen gesät. Also: Spread the news! Kommt vorbei, bringt eure Kinder vorbei und geht einkaufen:), helft den Kindern bei der Verwirklichung ihrer hochfliegenden Stadtgrün-Pläne! Tiefenentspannung und Bekräftigung gibts gratis dazu. Und ab und zu mal einen selbstgepflückten Kräutertee.

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